0162 - 2878 313  Eichendorffstr. 20 - 37603 Holzminden

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Endlich!

Ricarda Riedel Montag, 7. Oktober 2019 von Ricarda Riedel

Frauen Kreisliga A Höxter

Endlich!

SV 06 Holzminden - SV Bökendorf 2 4:1 (2:0)

Gerade einmal zwei Punkte Vorsprung hatte der SV Bökendorf zum Tabellenschlusslicht aus Holzminden. Man sollte auf Statistiken nicht all zu sehr bauen, aber mit einer Tordifferenz von -31 beim Gast aus Bökendorf, witterten die Damen aus Holzminden ihre Chance auf den ersten Dreier der Saison. Und sie sollten sich an diesem Tage für die verpassten Chancen der vergangenen Wochen belohnen.

Die erste halbe Stunde war auf beiden Seiten etwas zerfahren. Die auf einigen Positionen geänderte Startformation musste sich erstmal sortieren und finden. Bezeichnend dafür auch der Führungstreffer durch Yvonne Sedler in der 22. Minute. Mittelfeldmotor Maike Haack erkämpft sich den Ball im Mittelfeld und spielt ihn in die Spitze. Ein Hin und Her im 16er und aus dem Gewühl heraus greift sich Sedler ein Herz und schießt einfach mal aufs Tor. Danach kam auch der Gast aus Bökendorf zu seinen ersten Torchancen, doch Michelle Dötzer im Tor war stets auf dem Posten und konnte die brenzlige Situation problemlos retten. Die anderen Schüsse wurden gekonnt am Tor vorbei geguckt. Für den Ausbau der ersehnten Halbzeitführung zeichnete sich die eingewechselte Carina Manthey verantwortlich (44. Minute). Einen schlecht getretenen Abstoß von Torfrau Andrea Milleg fing die Sturmspitze ab und ohne groß zu überlegen schob sie den Ball mit ihrem schwächeren Fuß an der Torhüterin vorbei ins Tor. Mit einer Leistungssteigerung Mitte der ersten Halbzeit und der Verschiebung des Spielgeschehens in die gegnerische Hälfte hatte Trainerin Riedel nicht viel zu beklagen in der Halbzeitpause. Konzentriert weiter arbeiten lautete die Devise.

Und so ging man die zweite Spielhälfte auch an. Der Defensivverband um Marion Johannhardt stand sicher und bescherte Torfrau Dötzer einen recht ruhigen Arbeitssonntag. Vorne bemühten sich die Angreiferinnen aus Holzminden den Deckel drauf zu machen, doch Milleg im Tor stand immer auf den richtigen Posten. Man würde hier doch nicht schon wieder an der eigenen Chancenverwertung scheitern? Doch in der 68. Minute sorgte Carina Manthey für klare Verhältnisse. Nach einem Pass in die Schnittstelle sprintet sie auf den gegnerischen Strafraum zu. Ihre Gegenspielerin versucht Manthey noch körperbetont am Abschluss zu hindern, doch hält sie dagegen und schiebt ins untere kurze Eck ein. Nach einem arbeitsbedingten Wechsel in der Abwehr geriet die Hintermannschaft des SV 06 Holzminden kurzzeitig ins Wanken und ließ sich zu weit raus locken. In einer 2-gegen-2-Situation erfolgt der Querpass auf Ronja Seel, welche nur noch zum 3:1-Anschlusstreffer einschieben muss (74. Minute). Doch Nele Gerboth stellte zwei Minuten später den alten 3-Tore-Abstand wieder her. Über Rechtsaußen, bis zur Eckfahne abgetrieben, setzt sie sich doch noch gegen ihre Gegenspielerin durch und zieht in den 16er. Ihr blieb die Wahl zwischen einem Pass, quer rüber zu der mitgelaufenen Carina Manthey oder der Versuch, es aus kurzer Distanz selber zu machen. Sie entschied sich für Variante zwei und schob der Torfrau das Leder durch die Hosenträger. Somit waren die ersten drei Punkte der Saison unter Dach und Fach und Holzminden ließ sie sich auch nicht mehr nehmen.

Riedel: „Der Gegner war aufgrund der Tabellensituation vermeintlich schwach, aber als Tabellenletzter schwingt die rote Laterne gefühlt in jeder Spielsituation über einen mit. Wir haben es heute geschafft, durch viel Laufarbeit und Zweikampfstärke den Gegner nicht ins Spiel kommen zu lassen und auf unserer Seite zwar nicht alle, aber die wichtigen Torchancen zu verwerten. Diese Mentalität gilt es für das nächste Spiel beizubehalten, denn Borgentreich ist mehr als gut in die Saison gestartet und da möchten wir nächste Woche nicht unter die Räder geraten.“

SV 06 Holzminden verzweifelt an der eigenen Chancenverwertung

Ricarda Riedel Montag, 30. September 2019 von Ricarda Riedel

Frauen Kreisliga A Höxter

SV 06 Holzminden verzweifelt an der eigenen Chancenverwertung

SV Scherfede/Rimbeck - SV 06 Holzminden 2:2 (0:1)

Schon vor dem Spiel ließ sich anhand der bisherigen Saisonverläufe der beiden Mannschaften kein klarer Favorit ausmachen. Diese Ausgeglichenheit spiegelte sich dann auch im Endergebnis, aber ist kein Zeugnis des Spielverlaufs.

Über weite Strecken der ersten Halbzeit blieben die Torhüterinnen arbeitslos. Es entwickelte sich das bekannte Abtasten im Mittelfeld. Vorstöße des Gastgebers endeten entweder mit einem Abseitspfiff oder stellten Michelle Dötzer im Tor vor keine große Herausforderung. Scherfedes Torfrau Jasmin Schmidt musste auch nur bedingt in der ersten Halbzeit eingreifen. Nach rund 25 Minuten konnte sie gegen Carina Manthey geschickt den Winkel verkürzen und den Abschluss der Stürmerin zur Ecke ablenken. Kurz darauf setzte Nele Gerboth zum Weitschuss an, welcher allerdings nur krachend an der Latte landete. Die Chance den Führungstreffer zu landen drückte Holzminden immer weiter auf das gegnerische Tor. Marie Lindner setzte sich über rechts außen sehenswert gegen zwei, drei Gegnerinnen durch und spielte einen punktgenauen Pass auf die mittig positionierte Nele Gerboth. Vielleicht war es zu viel Rückenlage, vielleicht ein Maulwurf, der seinen Kopf aus einem seiner vielen Löcher gesteckt hat oder aber einfach nur Pech, doch Gerboths Abschluss landete über dem Tor. Zwei Minuten vor dem Halbzeitpfiff ergriff dann Yvonne Sedler die Gunst der Stunde und tankte sich energisch durch die gesamte Abwehr. Bei ihrem Abschluss ließ sie Schmidt im Tor keine Chance. Mit einem, in dieser Saison noch völlig neuen Gefühl, nämlich einer Halbzeitführung, ging man in die Pause.

In den letzten Spielen waren gerade die ersten zehn Minuten nach Wiederanpfiff von Unkonzentriertheit geprägt. Viele vermeidbare Gegentore fing man sich in der dieser Phase des Spiels. Dieses Mal zwang man vermehrt den Gegnern zu Fehlern und erarbeitet sich Torchance um Torchance. Doch in der 57. Minute ließ man Ulrica Linn Caterine Avby zu viel Platz über außen, die dann über einen schönen Doppelpass die Abwehr aushebeln konnte und der eingewechselten Tanja Reichert im Tor keine Chance ließ. Carina Manthey, Nele Gerboth, Maike Haack, ja selbst die nun auf dem Feld spielende Michelle Dötzer verbuchten eine Chance nach der anderen. Doch ihr Abschluss fand auf Teufel komm raus nicht den Weg ins Tor. Der nächste Satz fällt unter die Kategorie „Drei Euro ins Phrasenschwein“, aber er trifft einfach zu 100% zu: „Wer die Tore vorne nicht macht, kriegt sie hinten rein!“ Und das war dann auch fünf Minuten vor Schluss der Fall. Die Holzmindener Defensive war zu weit aufgerückt. Ein weit nach vorne geschlagener Befreiungsschlag wurde in der Zentrale von Marion Johannhardt unterschätzt und machte den Weg frei für Alina Spitz. Die herauseilende Tanja Reichert schmiss sich ihr noch in den Weg, entschied sich aber im Fallen NICHT für eine Notbremse. Jubelnd drehte Spitz zu ihren Mannschaftkolleginnen ab, um den späten Führungstreffer zu feiern. Doch Holzminden gab nicht auf. Judith Schlenke konnte den Ball im Mittelfeld erobern und ihn quer zu Nele Gerboth spitzeln. Bedrängt von ihrer Bewacherin hinten und der Torfrau vorne bekam sie noch eine Fußspitze an den Ball und rettete ihrer Mannschaft doch noch den einen Punkt.

Riedel: „Gewiss war das heute ein schwierig zu bespielender Platz, doch haben die Mädels alles daran gelegt die Führung zu erzielen und auch auszubauen. Doch wenn man ganz unten steht fehlt einem wohl einfach das letzte Quäntchen Glück. Wir müssen unsere hart erarbeitenden Chancen endlich in Zählbares umsetzen, um uns am Ende des Spiels auch zu belohnen. Bei den Gegentreffern stehen wir dann zu hoch und laufen, wie sie oft, in gefährliche Konter, die der Gegner dann eiskalt auszunutzen weiß.“

Der erste Dreier zum Greifen nah

Ricarda Riedel Montag, 23. September 2019 von Ricarda Riedel

Frauen Kreisliga A Höxter

Der erste Dreier zum Greifen nah

SV 06 Holzminden - SV Ottbergen-Bruchhausen-Derental-BW Weser 2 1:1 (0:1)

Am Sonntag empfing der personell arg gebeutelte SV 06 Holzminden, bei dem selbst Trainerin Ricarda Riedel nochmals die Fußballschuhe schnüren musste, die Reserve des SV Ottbergen-Bruchhausen im heimischen Liebigpark. Die optische Überlegenheit der Gäste verflüchtigte sich allerdings nach nur wenigen Minuten. Holzminden kombinierte geschickt und schnell in die Spitze und erarbeitet sich mehrere Chancen. Eine davon wurde von der heute als Verteidigerin agierenden Judith Schlenke eingeleitet, die sich über außen durchzusetzen wusste und eine mustergültige Flanke in den 5-Meterraum schlug. Daniela Schramm löste sich von ihrer Gegenspielerin und erzielte fast die Führung per Kopf, doch Torhüterin Jessica Moor war doch noch rechtzeitig auf dem Posten. Auf der anderen Seite war an Innenverteidigerin Marion Johannhardt kein Vorbeikommen. Im Zusammenspiel mit ihren Außenverteidigerinnen konnte sie jeden Angriff aufs Tor von Stefanie Kunkel schon vorher im Keim ersticken. Bezeichnend dafür: Der Führungstreffer durch Anna-Lena Stockmeier kam wie aus dem Nichts per Fernschuss und schlug direkt über Kunkel ein. Mit hängenden Köpfen, wissend, dass man spielerisch die bessere Mannschaft war und durchaus mehrere Chancen zur Führung hatte liegen lassen, gingen die Kreisstädterinnen in die Halbzeit.

Sechs Minuten nach Wiederanpfiff dann die Erlösung in Form von Carina Manthey. Nach einem Pass in den Strafraum behielt Maike Haack die Übersicht und passte quer zu Manthey, die der Torfrau keine Chance ließ. In der Folgezeit merkte man der Heimmannschaft das Fehlen einiger Stammkräfte an. Aber auch der Gegner schien nicht mehr genügend Kräfte aufbringen zu können, um nochmals gefährlich vors Tor zu kommen und wenn, dann zeigte Tanja Reichert, welche in der Halbzeit für Kunkel ins Spiel kam, dass man sich von dem „Baujahr“ nicht täuschen lassen sollte. Die Zeiger der Uhr gingen schon gegen Null, da wurde Manthey nochmal auf der linken Außenbahn freigespielt. Mit einem letzten kräftezehrenden Sprint ließ sie ihre Gegenspielerin knapp hinter sich. Ihr Schuss über die herauseilende Moor landete allerdings krachend am Querbalken. Somit nahmen die Gäste doch noch einen Punkt als Gastgeschenk mit auf die Heimreise.

Riedel: „Was die Truppe heute hier aufs Feld gebracht hat, zeugt von purem Kampfeswillen, auch wenn unsere momentane Personalsituation einen schier verzweifeln lässt. Großes Kompliment an die Mädels, die sich am letzten sonnigen Wochenende diesen Jahres in den Dienst der Mannschaft gestellt haben und den Altersdurchschnitt von 27,4 Zu 18,2 zu ihrem Vorteil zu nutzen wussten. Wenn wir jetzt auch noch weniger großzügig mit unserer Chancenverwertung umgehen würden, dann …“ #nowordsneeded

Pokalüberraschung bleibt aus

Ricarda Riedel Freitag, 13. September 2019 von Ricarda Riedel

SWISSLIFE SELECT KREISPOKAL

Pokalüberraschung bleibt aus

SV 06 Holzminden - SV Kollerbeck 0:7 (0:3)

Die Bezirksligatruppe aus Kollerbeck war am gestrigen Donnerstag dann doch eine Nummer zu groß für den SV 06 Holzminden. Aufgrund der dünnen Personaldecke agierte man ungewohnt defensiv in den eigenen Reihen, was dem Gegner die Räume zu eng zum Kombinieren gestalten sollte. An der abgefälschten Bogenlampe von Dagmar Müller-Kleibrink in der 4. Minute konnte dann weder die Abwehr noch Torfrau Dötzer was ausrichten. In der 16. und 18. Minute zeigte sich dann, was passiert, wenn man einem spielstarken Gegner zu viel Platz zum Kombinieren gibt. Beim Tor von Laureen Otte ließ Karina Niemann über außen nicht locker und setzte nach. Ihr zweiter Passversuch fand seinen Weg dann in den Rücken der Abwehr, wo Otte frei zum 0:2 einschieben konnte. Kurzzeitig herrschte keine richtige Zuordnung in den Holzmindener Reihen, was Stürmerin Niemann nach einem Pass in die Tiefe eiskalt auszunutzen wusste (0:3, 18. Min.). Nach diesem Doppelweckruf war der SV 06 dann besser positioniert und ließ Kollerbeck nicht weiter gefährlich vors Tor. Bezeichnend dafür: Die größte Chance für die Gäste bestand in einem Freistoß in der 22. Spielminute, bei dem Michelle Dötzer ihr ganzes Können zeigte und den schon sicher geglaubten Treffer in letzter Sekunde über die Latte lenken konnte.

In der zweiten Halbzeit zeigte sich dann der Klassenunterschied in Form von Kondition, Kaderstärke und Kombinationsspiel. Die frisch eingewechselte Carolin Potthast konnte sich gleich mit einem Doppelpack in die Torschützenliste eintragen (48. + 63. Min.). Ihr erster Treffer erfolgte aus einem Gewühl vor dem Strafraum heraus, bei dem der Torfrau die Sicht verdeckt wurde. Potthast zweiter Treffer war in bester Abstaubermanier. Niemann spielte über Außen ihre gesamte Schnelligkeit aus und musste dann nur noch quer auf die besser positionierte Potthast passen. Niemann selber hatte zuvor in der 61. Minute bereits das 0:5 erzielt, nachdem die linke Abwehrseite des SV 06 nach einer Verletzungsbehandlung zu offen war. Eine Viertelstunde vor Schluss fiel dann das Endergebnis von 0:7 durch Toptorschützin Niemann nach einem schönen Diagonalpass. Beim Schuss in die lange untere Ecke blieb Dötzer im Tor chancenlos. Die bereits komplett an ihre Grenzen gekommende Holzmindener Mannschaft zeigte allerdings nochmal ein kurzes Aufbäumen. Eine Doppelchance rund zehn Minute vor Abpfiff der Partie. Den von Judith Schlenke weit in den Strafraum geschlagenen Ball konnte sich Kyra Bechler kurz vor der Torauslinie erkämpfen und zu der freistehenden Janina Kappey legen. Ihr Linksschuss konnte allerdings in der letzten Sekunde geblockt werden. Der Abpraller landete bei Franziska Malcherczyk, die in bester Dötzer-Manier den Ball über das Gehäuse jagte. Malcherczyk verbuchte auch die nächste gute Gelegenheit zum Ehrentreffer. Die linksaußen allein gelassene Nele Gerboth gewinnt den Zweikampf und könnte vom Strafraumeck schießen. Sie legt den Ball aber auf die mitgelaufene Malcherczyk. Ihr Schuss geht am kurzen Pfosten vorbei.

So blieb es also bei sieben Treffern für die Gäste und keinen Ehrentreffer für die Heimelf. Immerhin, entgegen der saloppen Aussage des Schiedsrichters, nicht zweistellig.

Riedel: „Es wurde das erwartet schwierige Spiel. Nach anfänglichen Unkonzentriertheiten, haben wir uns Mitte der ersten Halbzeit wieder gefangen, doch in der zweiten Halbzeit musste man dann leider die Tribute des hohen Tempos zahlen. Zwei Spielerinnen sind erkältungs- und verletzungsbedingt ins Spiel gegangen und haben trotzdem 90 Minuten ihre geschundenen Körper in den Dienst der Mannschaft gestellt. Großes Lob an die Mädels, die bei diesem „Trainingsspiel“ an ihre Grenzen gegangen sind.

Michelle Dötzer, Yvonne Sedler, Marion Johannhardt, Nele Gerboth, Janina Kappey, Anna Kulijeva, Franziska Malcherczyk, Marie Lindner, Lara Lindner, Kyra Becher, Judith Schlenke (86. Minute Leonie Wollscheid)

Weiterhin ohne Punkte

Ricarda Riedel Montag, 9. September 2019 von Ricarda Riedel

Frauen Kreisliga A Höxter

Weiterhin ohne Punkte

SV 06 Holzminden - SpVg Brakel/Langeland 1:3 (1:1)

Anders als in den anderen Spielen zeigte man von der ersten Spielminute an eine Präsenz auf dem Platz, wie man sie in den letzten Spielen oft vermissen lies. Das lag vor allem daran, dass man seit langem mal wieder als 11er-Mannschaft auftrat.

Brakel schien in der Anfangsviertelstunde überrascht von der Offensivpower der Kreisstädterinnen und gewährte der Heimelf viel zu viele Räume. So kam Holzminden schon sehr früh durch Carina Manthey in Führung (3. Min). Nach einer schönen Kombination im Mittelfeld spielte Janina Kappey den Ball in die Schnittstelle. Die herauseilende Lisa Ernst konnte Manthey dann nicht mehr entscheidend stören. Die Stürmerin umkurvte die Torhüterin und schob zur 1:0-Führung ein. In den folgenden Minuten spielte sich Holzminden ein ums andere Mal vor das gegnerische Tor, doch die Chancen zum Ausbau der Führung wurden nicht konsequent genutzt. So kam es wie es kommen musste! Nachdem sich eine Brakelerin über die linke Seite bis zur Grundlinie durchtanken konnte folgte ein mustergültiger Pass in den Rücken der Abwehr. Die frei stehende Daria Spier konnte in Ruhe den Ball annehmen und Maß nehmen. Ersatztorhüterin Stefanie Kunkel stand zwar etwas weit vor ihrem Tor, doch der Schuss passte genau unter die Latte. Ausgleich in der 19. Minute. Danach schien sich Brakel gefangen zu haben und Madeleine Niggemann ließ sich immer öfter ins Mittelfeld zurückfallen, um von dort ungestört das Spiel aufzubauen. Holzminden wirkte in dieser Phase etwas unsortiert in der Rückwärtsbewegung. Die schnelle Brakeler Stürmerin Annika Lüking prüfte in regelmäßigen Abständen die beiden Innenverteidigerinnen Yvonne Sedler und Marion Johannhardt. Doch der SV 06 fing sich wieder und hatte in der 28. Minute zum wiederholten Male die Führung auf den Fuß. Nach einem Freistoß in der eigenen Hälfte schlug Lara Lindner den Ball in Richtung des Strafraums. Dieser Ball konnte geklärt werden, doch landete der Abwehrversuch genau bei Kapitänin Maike Haack. Ihr sehenswerter Schuss ging genau ans Lattenkreuz und sprang von dort … ja wohin? Da in der Kreisliga das „Hawk-Eye“ nicht zum Einsatz kommt, oblag die Entscheidung ganz beim Schiedsrichter und dieser sah den Ball noch vor der Linie aufspringen. So ging es also mit einem 1:1-Unentschieden in die Halbzeit.

Nach Wiederanpfiff waren beide Mannschaften erpicht darauf, den Führungstreffer zu erzielen. Doch zunächst neutralisierte man sich im Mittelfeld. In der 59. Minute dann jedoch ein mustergültiger Angriff von Lüking und Niggemann. Lüking wird steil geschickt und sieht ihre mitgelaufene Mitspielerin Niggemann, auf die sie dann nur noch quer zu legen brauchte. In dieser Situation agierte die Hintermannschaft des SV 06 viel zu offen und stand zu hoch. Man versuchte sich aber auf Seiten der Kreisstädterinnen nochmal ins Spiel zurück zu kämpfen. Doch erschien die zweite Luft bei den Brakelerinnen besser zu sein. Nachdem man in der Abwehr umstellen musste, fing Holzminden das Schwimmen an. In der 72. Minute erfolgte dann die maßgebliche Vorentscheidung. Der Ball im Strafraum konnte von Holzminden nur in die Mitte geklärt werden, wo Sophia Kleine mit aufgerückt war und freie Schussbahn hatte. Diese nutzte sie auch per erfolgreichen Fernschuss zur 1:3-Führung aus. Das sollte auch das Endergebnis sein.

Riedel: „Alles in allem war es eine Begegnung auf Augenhöhe, in der die erste Halbzeit an uns und die zweite an Brakel ging. Hätten wir in den ersten 45 Minuten unsere Chancen in Zählbares umgesetzt, wäre das Spiel vielleicht anders ausgegangen, aber hätte der Hund nicht … Es war schön mal wieder als 11er-Mannschaft zu spielen und man hat gesehen, dass uns dieses Spielsystem einfach viel besser liegt. Die Mädels haben gleich ein ganz anderes Bild von sich gezeigt und Brakel vor einige Herausforderungen gestellt.“

Am Donnerstag geht es in der zweiten Runde des Kreispokals gegen den Bezirksligisten SV Kollerbeck. Anpfiff ist um 18.30 Uhr in Holzminden.

Schwache erste Hälfte ebnet dem Gegner aus Boffzen den Weg zum Derbysieg

Ricarda Riedel Montag, 2. September 2019 von Ricarda Riedel

Frauen Kreisliga A Höxter

Schwache erste Hälfte ebnet dem Gegner aus Boffzen den Weg zum Derbysieg

FC 08 Boffzen – SV 06 Holzminden 5:2 (4:1)

Trotz der ungünstigen Ansetzung, zu Saisonbeginn schon zweimal das Derby spielen zu müssen, hatte man sich seitens der Kreisstädterinnen sicherlich einen erfolgreicheren Start ins neue Fußballjahr gewünscht. Doch bereits früh in der Partie hinkte man einem Rückstand hinterher (6. Min.). Ein hoher Ball in die Spitze wurde von Marion Johannhardt unterschätz und erreichte Stefanie Vogt, die alleine auf Torhüterin Michelle Dötzer zulief. Diese bekam nach Schuss von Vogt zwar noch den Arm an den Ball, konnte diesen aber nicht mehr entscheidend am Tor vorbei lenken. Auch in den folgenden Minuten blieb Boffzen die spielbestimmende Mannschaft, Holzminden bekam keinen Zugriff zum Spiel. Es waren schon 12 Minuten gespielt, als Holzminden zu seiner ersten nennenswerten Torchance durch Carina Manthey kam. Manthey luchste der Verteidigerin den Ball ab und hatte Platz zum Tor. Ihr Abschluss aus spitzem Winkel ging allerdings doch recht deutlich am langen Pfosten vorbei. Denise Kerpers verzeichnete die nächste gute Möglichkeit für die Gastgeberinnen. Im Spielaufbau verlor Holzmindens Yvonne Sedler den Ball, welcher zu Kerpers durchgesteckt werden konnte. Dötzer im Tor verkürzt den Winkel geschickt, sodass Kerpers den langen Weg um sie herum laufen muss. In letzter Sekunde rettet dann die zurückgeeilte Sedler den Abschluss. In der 28. Minute dann der vielumjubelte Ausgleich der Gäste durch Joker Daniela Schramm. Judith Schlenke auf Linksaußen bedrängt Abwehrspielerin Carolin Helling, welche mit einem Fehlpass ins Abwehrzentrum Schramm in Szene setzt. Karadeniz im Boffzener-Tor blieb auf der Linie stehen, sodass Schramm in alter Stürmermanier in die untere linke Ecke schieben konnte (28. Min.). Die erneute Führung fiel dann in der 36. Minute durch Denise Kerpers, welche am Strafraumeck ihre Gegenspielerin ins leere Laufen ließ und per sehenswert platzierten Fernschuss Dötzer keine Chance ließ. Danach verlor die Holzmindener-Hintermannschaft komplett die Zuordnung, was Boffzen in Person von Laura Neils (38. Min.) und erneut Stefanie Vogt (39. Min.) zum Ausbau der Führung zu nutzen wusste. Beide Male verteidigte man zu hoch und ließ den schnellen Stürmerinnen zu viel Platz. Der Halbzeitpfiff war für den SV in dieser Phase des Spiels wie eine Rettungsinsel.

Holzminden kam mit einem anderen Gesicht aufs Feld zurück. Die Halbzeitansprache schien Wirkung gezeigt zu haben und endlich legte man keinen körperlosen Auftritt mehr aufs Parkett. Boffzen begann den zweiten Durchlauf ähnlich druckvoll wie die ersten 45 Minuten und kam durch Stefanie Vogt auch zur ersten Chance der zweiten Halbzeit, welche jedoch von Michelle Dötzer pariert werden konnte. Direkt im Gegenzug stand dann Boffzens Ersatztorhüterin Aleksandra Karadeniz im Fokus. Geschickt machte sie die kurze Ecke zu, sodass SV-Stürmerin Manthey nur das Außennetz traf. Die nächsten Minuten verliefen dann recht Turbulent. Zunächst bekam Boffzen einen Elfmeter zugesprochen, welcher von Holzmindens Betreuerin nicht ohne Kommentar hingenommen wurde, sodass der Schiedsrichter nach der neuen Regeländerung die gelbe Karte zückte. Der Elfmeter selber konnte im zweiten Versuch (Wiederholung, da der Schiedsrichter beim ersten Anlauf noch nicht angepfiffen hatte) von der herausragenden Dötzer gehalten werden. Nach mehreren Nickligkeiten, welche immer zugunsten der Heimmannschaft ausgelegt wurden, wurde auch Holzmindens Trainerin etwas lauter am Spielfeldrand und bekam die nächste gelbe Karte gegen das Trainergespann. Nachdem sich alle Gemüter wieder beruhigt hatten verlief das Spiel bis zur 70. Minute auf beiden Seiten ereignislos. Holzminden verteidigte nun besser und machte die Räume eng. Allerdings sprang dabei auch keine nennenswerte Offensivaktion heraus. Doch Laura Neils fand über die Außenbahn einen Weg in den 16er und legte quer auf Denise Kerpers, die zur 5:1-Führung nur noch den Fuß reinhalten musste. Zehn Minuten später dann nochmal ein Aufbäumen der Gäste, welche in Person von Carina Manthey über rechts Außen in den Strafraum eindringen konnte. Ein Verladen der Gegenspielerin machte die kurze Ecke frei und bescherte den Gästen den Anschlusstreffer zum 5:2 (80. Min.). Boffzen fand in den Schlussminuten ihre Meisterin in SV-Schlussfrau Michelle Dötzer sowie im Querbalken des Gehäuses, sodass es bei diesem Ergebnis dann auch blieb.

Riedel: „Der Sieg geht verdient an Boffzen, welche unsere körperlose erste Halbzeit eiskalt ausgenutzt haben. Leider haben wir erst zu spät den Kampf gegen die drohende Niederlage angenommen. Michelle Dötzer hat uns heute sprichwörtlich mehrmals den Allerwertesten gerettet und bewiesen, welch starker Rückhalt sie im Tor ist. Wir müssen die Phasen der Unkonzentriertheit abstellen, in denen wir uns jetzt einfach zu viele Gegentore eingefangen haben.“

Nächste Woche empfangen die Damen des SV 06 Holzminden dann die SpVg Brakel/Langeland zum Heimspiel.

Holzminden trauert bei tropischen Temperaturen der mangelnden Chancenverwertung hinterher

Ricarda Riedel Montag, 26. August 2019 von Ricarda Riedel

Frauen Kreisliga A Höxter

Holzminden trauert bei tropischen Temperaturen der mangelnden Chancenverwertung hinterher

SV 06 Holzminden (9er) – FC 08 Boffzen (9er) 3:5 (1:1)

Bereits am ersten Spieltag kam es zum Derby im Liebigpark. Zu Gast war die neu formierte 9er Mannschaft des FC 08 Boffzen. Und die Gäste starteten auch gleich druckvoll in die Partie und erarbeiteten sich über Kapitänin Vivian Fogheri die erste nennenswerte Torchance, welche Ersatztorhüterin Stefanie Kunkel jedoch parieren konnte. Ein paar Zeigerumdrehungen später zeigte dann auch Holzminden, dass sie am Offensivspiel teilnehmen wollen. Carina Manthey zog ihrer Gegenspielerin über Außen davon und sah sich im Eins-gegen-Eins mit Torhüterin Sara Schröder gegenüber. Ihr Schuss in die lange untere Ecke ging allerdings doch reichlich neben das Tor. Es dauerte bis zur 21. Minute ehe sich eine Mannschaft die erste Führung des Tages erkämpfen konnte. Nach einer scharfen Hereingabe über Linksaußen konnte sich Fogheri im 16er freilaufen und wuchtig ins kurze Eck köpfen. Knappe zehn Minuten später verhinderte der Pfosten einen Ausbau der Boffzener Führung. So kam es, dass Holzminden den Ausgleich auf dem Fuß hatte. Judith Schlenke und Marie Lindner spielten sich per Doppelpass in den Strafraum. Schlenkes Weitschuss landete an der Latte. Lindner reagierte am schnellsten, scheitere jedoch an der heran eilenden Torhüterin. Im zweiten Schussversuch konnte Schröder dann den Ball sicher unter sich begraben. Quasi mit dem Pausenpfiff machte Judith Schlenke, die heute als Linksverteidigerin fungierte, ihre Sache besser und konnte ihren Schuss durch die Hosenträger von Torhüterin Schröder platzieren und den Ausgleich für ihr Team erzielen.

Den zweite Durchgang begannen die Kreisstädterinnen recht druckvoll nach vorne und konnten sich in Form von Carina Manthey zwei hochkarätige Torchancen erarbeiten. Doch die Torfrau stand einmal goldrichtig und beim zweiten Mal zappelte nur das Außennetz. In der 63. Minute dann der vielumjubelte Führungstreffer der SV Damen durch Maike Haack. Nach einer Ecke wirkte die Hintermannschaft der Gäste unsortiert und das wusste Haack zu nutzen. Doch was dann passierte, erschien selbst den Zuschauern mehr als makaber. Innerhalb von zehn Minuten brach man komplett ein und verspielte sich die hart erkämpfte Führung. Boffzen ging mit 2:5 in Front. Michelle Räker staubte nur eine Minute später zum 2:2-Ausgleich ab. Zwei Minuten drauf ließ Holzminden über Außen zu viel Platz. Der Pass in die Mitte konnte Finnja Mindermann ohne Problem zur Führung verwerten. Was passt in solch einer Phase auch noch zum Spiel? Genau, ein Eigentor. Erzwungen von Vivian Fogheri in der 70. Minute. Kea Marie Wirth machte mit dem 2:5 in der 75. Spielminute dann den Deckel drauf. Die Kräfte seitens der Holzmindener schwindeten merklich Mitte der zweiten Halbzeit. Zwei Minuten vor Schluss gab es nochmal ein kleines Aufbäumen und Judith Schlenke traf per Lupfer zum 3:5-Endstand.

Riedel: „Natürlich stellt man sich seinen Trainereinstand etwas anders vor. Ich zolle ALLEN Spielerinnen meinen größten Respekt bei den Temperaturen, die heute auf dem Platz geherrscht haben! Großen Respekt an meine Mädels, die bis zur letzten Minute alles aus sich raus geholt haben. In der zweiten Halbzeit hat man einfach die dünne Personaldecke an diesem Spieltag gesehen. Boffzen konnte frische Kräfte ins Spiel bringen und damit das Tempo nochmal ordentlich anziehen. Das war dann auch der KO.-Schlag in diesem Spiel.“

Mund abwischen, Haken hinter, nächste Woche steht bereits das nächste Derby in den Startlöchern!

SV 06 Holzminden – SV Bökendorf II 1:1 (0:0)

Ricarda Riedel Mittwoch, 28. Oktober 2020 von Ricarda Riedel

Frauen Kreisliga A Höxter

SV 06 Holzminden – SV Bökendorf II 1:1 (0:0)

SV 06 verzweifelt an mangelnder Chancenverwertung

Die Zeichen für den ersten dreifachen Punktgewinn der Saison standen von Beginn an gut. Die Mannschaft war auf allen Positionen gut besetzt und auch auf der Bank musste diesmal nicht die Trainerin Platz nehmen. Doch am Ende steht man immer noch als einziges Team ohne Sieg dar.

Die Kreisstädterinnen begannen sogleich druckvoll und erspielte sich allein in Durchgang eins den ein oder anderen Hochkaräter. Bökendorf fand nicht richtig ins Spiel und war nach vorne hin eher harmlos. Die Abwehr um Innenverteidigerin Janika Struck musste keine brenzligen Situationen entschärfen. So ging man mit einem 0:0-Unentschieden in die Halbzeitpause.

Nach Wiederanpfiff sah man in der Anfangsviertelstunde das gewohnte Bild: Holzminden stürmte an und Bökendorf versuchte mit Mann und Maus zu verteidigen. In der 60. Minuten dann der Schock auf Holzmindener Seite. Ein vom starken Wind getragener Befreiungsschlag aus der gegnerischen Hälfte wurde immer lang und länger und landete bei Jessica Binder. Janika Struck und Torhüterin Michelle Dötzer konnte die Stürmerin nicht mehr entscheidend stören und so führte auf einmal der Gast aus Bökendorf. Unverhofft kommt oft; Wer die Dinger vorne nicht macht, kriegt sie hinten rein; … Es gibt die ein oder andere Phrase, die zu dieser Situation passen würde, doch am Ende wäre das Phrasenschwein voll und die Mannschaftskasse leer. Doch wer nun denkt, dass die 06er die Köpfe hängen lassen würden, der irrt sich! Von außen gepusht und sich gegenseitig aufbauend fand man wieder zurück ins Spiel und wollte mit aller Macht ein Tor erzielen. Yvonne Sedler scheitert an den Fingerspitzen von Torhüterin Antje Oetken-Brödling, weitere Schüsse von Judith Schlenke, Nele Gerboth, Maike Haack, Anna Kulieva oder auch Carina Manthey werden im letzten Moment noch geklärt oder fliegen am Tor vorbei. Die Erlösung verschaffte endlich der wiedergenesene Mittelfeldmotor Maike Haack (81. Minute). Wieder herrschte dichtes Gedränge im Bökendorfer Strafraum, doch Haack fand diesmal eine Lücke und erzielte den viel umjubelnden Ausgleich. Dieses reichte den Kreisstädterinnen aber nicht. Auch in den letzten zehn Minuten tat man alles dafür, um doch noch als Sieger vom Platz zu gehen, außer halt das Tor zu treffen.

Riedel: Da der VfL Eversen unter der Woche kampflos zum ersten Dreier gekommen ist, wäre ein Sieg heute extrem wichtig für uns gewesen und die Mannschaft hat das auch über weite Phasen des Spiels verstanden. Wir haben mit die wenigsten Gegentore bislang kassiert, aber wir schießen halt einfach keine. Bökendorf hatte vielleicht zwei Torschüsse und wir gefühlte 20. Es ist zum Mäusemelken! Die Enttäuschung nach dem Spiel war bei allen groß, doch jetzt heißt es: „Kopf hoch und weiter machen.“ Wer weiß, wie lange wir auf Grund der momentanen Pandemielage noch Fußball spielen können.

Zum Einsatz kamen: Michelle Dötzer, Janika Struck, Marion Johannhardt, Nele Gerboth, Judith Schlenke, Maike Haack, Anna Kulieva, Carina Manthey, Annalena Rösner – Yvonne Sedler, Marie Lindner und Dominique Argentiero

FC 08 Boffzen 2 / Würgassen – SV 06 Holzminden 1:0 (1:0)

Ricarda Riedel Montag, 12. Oktober 2020 von Ricarda Riedel

Frauen Kreisliga A Höxter

FC 08 Boffzen 2 / Würgassen – SV 06 Holzminden 1:0 (1:0)

Es war ein Derby der schwächeren Kategorie. Das lag vor allem an dem arg ersatzgeschwächten Kader der Gäste, welche lediglich mit einer offiziellen Ersatzspielerinnen angereist sind.

Und wie es in solchen Spielen dann auch meistens der Fall ist, führte ein Sonntagsschuss zum Siegtreffer.

In der zehnten Minute konnte der SV 06 im eigenen Sechszehner den Ball nicht vernünftig klären. Im Gewühl kam Charlotte Müller dann an den Ball, deren Schuss langsam aber sicher ins lange Eck kullerte. Michelle Dötzer im Tor konnte den Ball erst zu spät sehen und war dann machtlos.

In der ersten Halbzeit kam Holzminden nur zu einer nennenswerten Chance auf den Ausgleich durch Carina Manthey, welche aber durch Torhüterin Sara Schröder vereitelt werden konnte. Beide Mannschaften begegneten sich daraufhin meistens im Mittelfeld, der Pass ins letzte Drittel wurde von beiden Abwehrreihen stets im letzten Moment unterbunden.

In der Halbzeitpause musste Holzminden dann zweimal verletzungsbedingt wechseln. Für die angeschlagene Stürmerin Carina Manthey kam Jana Habenicht in die Partie. Auch Lara Lindner schleppte sich 45 Minuten mit Oberschenkelproblemen über das Spielfeld und wurde von Michelle Dötzer ersetzt. Ihren Platz im Tor übernahm Routinierin Stefanie Kunkel.

Es waren noch keine fünf Minuten gespielt, da schlug Dötzer eine passgenaue Flanke in den Sechzehner, doch sowohl an Jana Habenicht als auch an Marie Lindner flog der Ball vorbei. Es war bei weitem die größte Chance zum Ausgleich für die Gäste aus der Kreisstadt. Im Gegenzug hatte Boffzen seine größte Chance zum Führungsausbau. Eine leicht verunglückte Flanke sprang Judith Schlenke an den Oberkörper und von dort fast ins eigene Gehäuse. Doch im letzten Moment konnte sie den Ball noch von der Linie klären. Torfrau Kunkel musste nur noch einmal in der restlichen Partie eingreifen. Der Abschluss von der aufgerückten Denise Kerpers stellte jedoch keine größere Herausforderung dar. Danach war nur noch der SV 06 am Drücker und presste Boffzen hinten rein. Die Kreisstädterinnen beherzigten zwar den Rat ihrer Trainerin, einfach mal eher den Abschluss zu suchen, aber im letzten Moment brachte Boffzen immer irgendwie ein Bein dazwischen. Auch die mit aufgerückte Janika Struck, welche ihr erstes Spiel für den SV 06 Holzminden bestritt, scheiterte im Abschluss knapp. Nach einem leichten Trikotziehen, welches vom Schiedsrichter nicht gesehen wurde, brachte sie im Fallen nicht mehr genug Druck hinter den Ball, welcher dann zur Ecke geklärt werden konnte. Auch der letzte Versuch von Marie Lindner fand seinen Weg nicht ins Tor. Torfrau Schröder verschätzte sich leicht, der Ball rutschte unter ihr hindurch, doch bekam so den entscheidenen Drall ins Toraus zu trudeln.

Am Ende brachte Boffzen einen knapper Dreier unter Dach und Fach. Wer am Ende das Tor trifft gewinnt nunmal auch die Partie.

Der FC-Spielerin, welche nach einem Pressschlag verletzt vom Platz musste, wünschen wir an dieser Stelle gute Besserung.

Zum Einsatz kamen: Michelle Dötzer, Stefanie Kunkel – Maike Haack, Jana Schaper, Anna Kulieva, Carina Manthey, Lara Lindner, Marie Lindner, Judith Schlenke, Janika Struck und Jana Habenicht

Am Donnerstag, um 19.30 Uhr, steht das Nachholspiel im Kreispokal gegen den VfL Langeland an. Leider ist die Verletztenliste nach dem Spiel noch größer geworden. Welche Mannschaft am Donnerstag auflaufen kann, wird sich erst in den nächsten Tagen zeigen.

SV Scherfede-Rimbeck – SV 06 Holzminden 2:2 (2:0)

Ricarda Riedel Dienstag, 6. Oktober 2020 von Ricarda Riedel

Frauen Kreisliga A Höxter

SV Scherfede-Rimbeck – SV 06 Holzminden 2:2 (2:0)

Eine kämpferisch starke zweite Halbzeit sichert den Punktgewinn in der Ferne.

Leider war kein Schiedsrichter für das Spiel angesetzt, sodass sich beide Trainer im Vorfeld auf eine „interne Lösung“ einigten. Über weite Teile des Spiels verlief die Partie auch ruhig. Die kleinen Nickligkeiten auf beiden Seiten stellten den Schiedsrichter vor keine weiteren Probleme.

Beide Mannschaften hatten im Vorfeld nicht gerade durch ihre Offensivpower auf sich aufmerksam gemacht, doch wenn auf Seiten des Gastgebers eine Frau für Tore steht, dann ist das Johanna Friederike Schünemann. Ihren Torriecher bewies sie auch gleich in der 10. Minute, als sie unhaltbar für Michelle Dötzer ins lange Eck einschob. Holzminden ließ sich aber dadurch nicht beirren. Im Mittelfeld entwickelte man durch geschicktes Passspiel ein leichtes Übergewicht, doch im letzten Drittel war man zu inkonsequent und der Gegner aus Scherfede wusste sich gut zu stellen. Durch die immer wiederkehrenden Angriffe bot man den Gästen natürlich Platz zum Kontern und das wurde auch mehrmals recht brenzlig für den Abwehrverbund von der nach über einem Jahr wieder auf dem Platz stehenden Jana Schaper. Bis zur 30. Minute hatte sie alles im Griff, doch dann nutzte erneut Schünemann einen Kommunikationsfehler zwischen Schaper und Dötzer aus und netzte eiskalt zum 2:0 ein. Leider musste man dann auch noch zweimal verletzungsbedingt wechseln, doch die kurzfristig entstandene Unordnung konnte Scherfede nicht ein weiteres Mal ausnutzen.

Die (angeschlagenen) Mädels bissen auf die Zähne und wussten, dass ein 2:0-Rückstand noch lange nicht den Weltuntergang bedeutet. Und plötzlich spielte man viel befreiter auf. Die Fehler, vorne wie hinten, waren vergessen und bereits drei Minuten nach Wiederanpfiff konnte sich Marie Lindner für ihre durchweg gute Leistung mit einem Tor belohnen (48. Minute). Ein Schuss von Nele Gerboth flog einmal quer durch den Strafraum. Am langen Pfosten stand dann die mitgelaufene Marie Lindner goldrichtig. Mit welchem Körperteil sie den Ball über die Linie bugsierte, konnte auch nach Abpfiff nicht eindeutig geklärt werden, aber das war letztlich auch egal und tat der Freude über den verdienten Anschlusstreffer keinen Abbruch.

Es wurde jetzt ein Spiel mit offenem Visier, indem beide Mannschaften klare Verhältnisse schaffen wollten. Die schnellen Außenspielerinnen stellten die Verteidigerinnen des SV 06 nun öfter vor Schwierigkeiten, aber auch wenn es mehrmals mit vereinten Kräften erst möglich war, hielt man die Angreiferinnen von Dötzers Tor weg. Achtung Spoileralarm: Bis zum Schluss konnte Dötzer ihren Kasten sauber halten!

In der 75. Minute gelang Maike Haack, was zur Pause noch in weiter Ferne lag: der Ausgleichstreffer. Eine weit in den Strafraum geschlagene Flanke fand seinen Weg zu Nele Gerboth. Von ihrer Gegenspielerin beim Abschluss bedrängt wurde ihr Schuss abgefälscht und landete bei der aufgerückten Haack, welche unbedrängt zum 2:2-Endstand einschießen konnte.

Gedanklich hatte der SV Scherfede-Rimbeck den Sieg bereits sicher, doch eine famose Aufholjagd sicherte den Damen aus Holzminden am Ende doch noch einen Teilerfolg. Gut gelaunt trat man die einstündige Rückfahrt an und bereitet sich nun auf das kommende Derby am nächsten Sonntag gegen die Reserve des FC 08 Boffzen vor.

Zum Einsatz kamen: Michelle Dötzer – Jana Schaper, Lara Lindner, Annalen Rösner – Judith Schlenke, Marie Lindner, Anna Kulieva, Maike Haack, Nele Gerboth – Carina Manthey, Jana Habenicht

FC BW Weser/Derental – SV 06 Holzminden 0:0 (0:0)

Ricarda Riedel Montag, 28. September 2020 von Ricarda Riedel

Frauen Kreisliga A Höxter

FC BW Weser/Derental – SV 06 Holzminden 0:0 (0:0)

2. Spieltag, 81 Tore und keins davon konnte der SV 06 Holzminden dazu beisteuern. Am 1. Spieltag war der Grund noch eine Neuansetzung des Spiels in den späten Oktober hinein, am gestrigen Sonntag allerdings lag es an der mangelnden Chancenverwertung.

Zum ersten Spiel der neuen Saison 2020/21 reisten die Damen zu der neu gegründeten Spielgemeinschaft dem FC BW Weser/Derental, welcher seine Heimspiele im niedersächsischen Derental austrägt. Schnell entwickelte Holzminden eine leichte Übermacht im Mittelfeld und kombinierte sich teils mit schönen Spielzügen in den Strafraum der Gäste. Doch sowohl Stürmerin Janina Kappey als auch Nele Gerboth, Marie Lindner oder Judith Schlenke vollbrachten es ein ums andere Mal den Ball nicht im Tor unterzubringen. Torhüterin Michelle Dötzer, bis dahin nur dreimal vom Gegner ins Spiel gebracht worden, kam zum Halbzeitpfiff mit einem ungläubigen Grinsen im Gesicht und kopfschüttelnd vom Platz.

In der Halbzeitpause war nichts negatives anzusprechen, als dass die Mädels sich für ihr Spiel nun endlich mit etwas Zählbaren belohnen sollten. Doch die zweite Halbzeit wurde dann größtenteils mächtig durcheinander gewirbelt…

Die glasklaren Chancen wie in Halbzeit eins kamen zwar nicht mehr zustande, doch auch Torhüterin Dötzer musste kein einziges Mal ihr enormes Können unter Beweis stellen. Es wurde ein Mittelfeldk(r)ampf, in dem um jeden Ball gefightet wurde. Der ein oder andere Freistoßpfiff war manchmal sogar von der gegnerischen Partei nicht wirklich nachzuvollziehen. Die verbissensten Duelle lieferten sich Holzmindens Maike Haack und Derentals Heike Böhme. Am Ende stand ein 0:0 zu Buche, doch hätte dieses Spiel definitiv einen Sieger verdient gehabt.

Riedel: „Für das erste Saisonspiel haben wir eine nicht vorhersehbare Leichtigkeit, gerade in der 1. Halbzeit, an den Tag gelegt. Einzig und allein die negative Chancenverwertung wird nicht nur mir sondern auch den Mädels eine schlaflose Nacht bereitet haben. Wir haben es verpasst, in den ersten 45 Minuten für klare Verhältnisse zu sorgen und uns dadurch im zweiten Durchgang selber in Schwierigkeiten gebracht. Großes Lob an mein Team, welches sich "trotz allem" ruhig verhalten und keine unnötigen Strafen kassiert hat.“

Nächste Woche steht das nächste Auswärtsspiel an. Gespielt wird dann um 11.00 Uhr auf der Diemelkampfbahn in Rimbeck gegen den SV Scherfede/Rimbeck.