SSV Würgassen - SV 06 Holzminden 6:4 (3:2)

Geschrieben von Ricarda Riedel
Einstellung und Kampfgeist stimmt wieder beim SV 06 Holzminden.
Am 6. Spieltag führte es unsere Damen zum Bezirksligaabsteiger nach Würgassen. Anders als in den letzten Spielen als neuformatierte 9er-Mannschaft, agierte man heute aus einer Dreierkette heraus, um im zentralen Mittelfeld besser zu stehen und die Räume enger zu machen. Das klappten auch über weite Strecken des Spiels recht gut. Gerade in der Anfangsviertelstunde begann man druckvoll und überraschte nicht nur den Gegner damit, sondern teilweise auch sich selbst. Gut herausgespielte Angriffe konnten nicht erfolgreich abgeschlossen werden. In der 12. Minute starteten dann Franziska Malcherczyk, Judith Schlenke und Nele Gerboth durch. Nach einer schönen Kombination schuf man eine Überzahlsituation und Nele Gerboth war es dann ein Leichtes, den Ball im gegnerischen Tor unter zu bringen. Anhand des letzten Ergebnisses schienen die Gastgeberinnen aus Würgassen sichtlich geschockt zu sein über den Offensivdrang der Holzmindenerinnen. Beim SSV verliefen die Angriffe meistens im Sande oder konnten von der gut stehenden Abwehr bereinigt werden. Erst durch eine Unachtsamkeit in der 30. Minute konnte Melina Hüskes den Ausgleich erzielen. Doch nur sechs Minuten später die erneute Führung für die Gäste vom SV 06. Rund 30 Meter vom Tor entfernt kam eine lange Hereingabe von Nele Gerboth. Die eigene Abwehrspielerin bugsierte den Ball dann unhaltbar über ihre Torhüterin hinweg. Und es ging weiter Schlag auf Schlag. Auf beiden Seiten erspielte man sich weitere Chancen, doch sowohl der SSV als auch der SV nutzen diese nicht. Denise Kerpers war es dann, die den Ball zum 2:2-Ausgleich über die Linie spitzelte (41. Minute). Allerdings war in der vorangegangenen Situation eine Abseitsposition der Angreiferin zu verzeichnen, die vom Schiedsrichter nicht geahndet wurde. Mit dem Pausenpfiff erzielte Darleen Held den Führungstreffer. Die präzise geschlagene Flanke von rechts außen glitt Torhüterin Tanja Reichert über die Fingerspitzen. Held stand goldrichtig dahinter und schoss volley in die Maschen.

In der zweiten Halbzeit wurde Maike Haack schmerzlich im zentralen Mittelfeld vermisst. Innerhalb von zehn Minuten fing man sich drei Gegentore (55./62./67.). Konnte die gut aufgelegte Tanja Reichert den ersten Schuss noch immer abwehren, so war die Abwehr in der Rückwärtsbewegung zu langsam und teils schläfrig, sodass der Nachschuss dann verwertet werden konnte. Doch nach einer taktischen Umstellung und einem Ruck, der durch die Mannschaft ging, fing man wieder an, Fußball zu spielen. Über Abwehrchefin Jana Schaper und Melanie Meyer auf der 6er-Position entstand wieder mehr Stabilität. Nele Gerboth und Franziska Malcherczyk erliefen sich wieder stark die Bälle im Mittelfeld und brachten die gegnerische Abwehr damit zum Schwimmen. In der 72. Minute erkämpfte sich Malcherczyk den Ball in der eigenen Hälfte und per "No-Look-Pass" schlug sie das Spielgerät auf die andere Seite in den Lauf von Gerboth, welche ihrer Gegenspielerin mit langen Schritten enteilte und der Torhüterin beim Abschluss keine Chance ließ. In der 88. Minute konnte sich dann auch Franziska Malcherczyk noch in die Torschützen-Liste eintragen. Ein durch die Mitte gespielter Steilpass kam der schnellen Stürmerin nur recht und mit Tempo lief sie auf das Tor zu. Problemlos schloss sie dann zum 6:4-Endstand ab.

Riedel: "Alles in allem, kann man (unter dem Gesichtspunkt der seit Wochen der gleiche ist) mit der Mannschaftsleistung mehr als zufrieden sein. Man ging in das Spiel gegen den letztjährigen Bezirksligisten mit einer eher geringen Erwartungshaltung. Schadensbegrenzung, könnte man zugespitzt sagen, wollte man betreiben. Dass es im Endeffekt phasenweise ein Spiel auf Augenhöhe wurde, erfreut einen umso mehr, da es die Mannschaft in ihrer momentanen Situation stärkt.

SV 06 Frauen - SpVg Brakel Langeland 2:13

Geschrieben von Ricarda Riedel
Die Zahl 13 wird oft als "Unglückszahl" betitelt. Und auch für die Damen des SV 06 Holzminden bedeutete sie am gestrigen Sonntag nichts gutes, denn genau so viele Gegentore musste man gegen die SpVg Brakel/Langeland hinnehmen. Befand man sich im Pokal noch auf Augenhöhe mit dem Gegner, so ging man am Wochenende leider komplett unter. Trotz der Umstellung auf das 9er-Feld können die verletzungsbedingten Ausfälle und Einschränkungen momentan nicht abgefangen werden. Jede Woche muss mit einer anderen Viererkette gespielt werden, wobei sich gegen Brakel die 17-Jährige Chantal Domigall als Rechtsverteidigerin auszeichnen konnte.

Im Spiel nach vorne konnte man merken, dass Franziska Malcherczyk wieder genesen war. Nach einem schön voran getragenen Angriff über Nele Gerboth konnte sie den Anschlusstreffer erzielen. Auch Nele Gerboth trug sich in die Torschützenliste ein, doch gerade in der 2. Halbzeit war man der Brakeler Offensive gnadenlos ausgeliefert. Die schnellen Angriffe über Außen wurden clever bis zum Ende durch gespielt und Holzminden konnte sich in der Schlussphase kaum noch befreien.

Es gilt jetzt, eine mannschaftliche Geschlossenheit zu zeigen, um die Hinrunde zu überstehen und im nächsten Jahr, mit den dann hoffentlich wiedergenesenen Spielerinnen, eine entspanntere Rückrunde zu spiel

0:3 Heimspielpleite gegen den SV Ottbergen/Bruchhausen 2 (9er)

Geschrieben von Ricarda Riedel
Das Glück liegt derzeit nicht bei den Kreisstädterinnen. Schon von vorneherein musste man auf Franziska Malcherczyk und Katharina Rode verzichten, die sich im Pokalspiel am Donnerstag verletzt hatten. Und das Verletzungspech reißt einfach nicht ab. Bereits nach fünf gespielten Minuten musste auch Abwehrchefin Ricarda Riedel verletzungsbedingt ausgewechselt werden.
Die Gäste begangen druckvoll und wurden gerade mit langen Bälle in die Spitze oft gefährlich. Das führte auch in der 18. Minute zum 0:1 durch Anna-Lena Stockmeier. Michelle Dötzer konnte sich zuerst noch der Angreiferin in den Weg schmeißen, doch den Ball leider nicht festmachen. So fiel er Stockmeier postwendend wieder vor die Füße und diese hatte keinerlei Probleme, den Ball im Tor unterzubringen.
Zehn Minuten später konnte der Ball nicht weit genug aus dem Holzmindener Strafraum geklärt werden. Lena Butterwegge fasste sich ein Herz und zog aus rund 20 Metern ab. Sehenswert und unhaltbar senkte sich der Ball über die Torhüterin zum 0:2. (28. Minute)
Bei diesem Ergebnis sollte es bis zum Halbzeitpfiff auch bleiben, was der gut mitspielenden Dötzer zu verdanken ist. Auch stand der SV 06 nun besser in der Defensive.

Holzminden war in der zweiten Halbzeit nun besser auf- und eingestellt. Man ließ Ottbergen in der eigenen Hälfte spielen und stand nun näher am Gegenspieler. So hielt man den Gegner vom eigenen Strafraum fern und schaltete sich nun auch selber mehr in Offensivbemühungen ein. Doch Fernschüsse von Nele Gerboth oder auch Judith Schlenke stellten keine Probleme für Laura Wentker dar.
Stockmeier machte dann in der 76. Minute den Deckel drauf. Nach einem Gewusel im 16er konnte die zur zweiten Halbzeit eingewechselte Stefanie Kunkel den Ball nur vor die Füße der Angreiferin klären, die mit dem 3:0 das Endergebnis erzielte.

Wir hoffen auf eine schnelle Genesung unserer Verletzten und bedanken uns erneut bei Katja Spormann, die uns ausgeholfen hat. Ebenso geht ein großes Lob an Angelika Quadrizius, die nach langer Auszeit mal wieder ins Spielgeschehen schnuppern wollte und gleich ein komplettes Spiel auf dem Platz stand.

SV 06 Holzminden – SV Bökendorf/AA Nethetal 2 1:1 (0:1)

Geschrieben von Ricarda Riedel
Neue Saison, neu zusammengesetzte Mannschaft, neue Aufgaben und Ziele … Am Ende konnte man sich für eine kämpferische Mannschaftsleistung leider nicht vollends belohnen.

Im ersten Spiel der Saison 2017/2018 ging es gegen die Reserve des SV Bökendorf. Über die qualitativen Abgänge haben wir zu Genüge gesprochen. Jetzt hieß es zu schauen, wie die neuen Mannschaftsteile zusammen auf dem Platz agieren. Und man begann druckvoller, als man das auf eigener Seite gedacht hatte. Auf dem großen Feld des Liebigstadions ergaben sich oft weitläufige Räume, die von Marion Johannhardt über außen wie auch Maike Haack im zentralen Mittelfeld gut zugestellt wurden. Im eigenen Angriff nutzten sie die eben genannten Räume dann zu ihrem Vorteil aus und spielten ein ums andere Mal Judith Schlenke oder auch Franziska Malcherczyk im Sturm frei, die allerdings zu harmlos im Torabschluss auftraten.
Auf der Gästeseite versuchte Andrea Milleg über links und Jana Wilm über rechts immer wieder Nadelstiche zu setzen. Doch die Abwehrreihe um Jana Schaper und Ricarda Riedel stand sicher und sehr lang gespielte Bälle in die Spitze wurden von Torfrau Stefanie Kunkel sicher abgefangen.
In der 40. Minute hallte dann schon fast der Torschrei durchs Stadion, doch die völlig frei vor dem Tor stehende Marion Johannhardt nagelte den Ball an die Latte. Das hätte die Führung sein MÜSSEN. Doch stattdessen fing man sich in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit, nach einem in der gegnerischen Hälfte ausgeführten Freistoß, einen Konter ein. Der Befreiungsschlag von Torhüterin Janine Frischemeier landete auf rechts Außen bei Jana Wilm. Der Ball schien schon verloren im Seitenaus zu sein, doch Wilm spitzelte den Ball noch an Jana Schaper vorbei und hatte freie Fahrt zum Tor. Im 16er passte sie dann uneigennützig auf die mitgelaufene Carolin Rode, die den Ball nur noch über die Linie zu drücken brauchte. Ein herber moralischer Schlag so kurz vor dem Halbzeitspfiff …

Doch man ließ die Köpfe nicht hängen beim SV 06 Holzminden. Man wusste, dass man bis hier hin ein gutes Spiel gezeigt hatte und einfach nur noch zielstrebiger im Abschluss werden musste.
Katharina Rode stellte in ihrem ersten Spiel die Goalgetterin der vergangenen Spielzeiten, Andrea Milleg, vor schlichtweg unlösbare Aufgaben, sich ins Offensivspiel einzuschalten. Auch die leicht angeschlagene Melanie Meyer lieferte in ihrem ersten Spiel einen klasse Part auf der 6er-Position ab, sodass der SV Bökendorf zwingend über die Außen spielen musste. Doch brachen die Gäste mal über Außen durch wurden die Bälle meistens von Jana Schaper und Ricarda Riedel abgefangen und sicher geklärt.
In den eigenen Offensivbemühungen wurde man nun zwar zielstrebiger, aber sowohl Nele Gerboth, Franziska Malcherczyk als auch Judith Schlenke scheiterten an der Torhüterin oder wurden kurz vorm Schuss von einer Abwehrspielerin gestört. Anhand der Spielanteile und Torchancen wäre der Ausgleich nun mehr als verdient gewesen, aber der Ball wollte einfach nicht über die Linie. Von Bökendorf kam nach vorne immer weniger. Aber die Erlösung ließ bis zur 79. Minuten auf sich warten. Nach einer schön auf den Elfmeterpunkt getretenen Ecke von Nele Gerboth, konnte sich die mit aufgerückte Ricarda Riedel von ihrer Gegenspielerin freilaufen und freistehend über die Torhüterin ins Tor köpfen. Sowohl die Art des Torerfolgs als auch die Torschützin an sich eine Seltenheit.
In den letzten zehn Minuten versuchte sich der SV 06 nun doch noch, endlich für die kämpferische Leistung zu belohnen, aber es sollte nicht sein. Mit einem 1:1-Unentschieden teilt man sich mit dem SV Bökendorf/AA Nethetal 2 die Punkte.

Riedel: "Es war das erste Spiel in dieser neuen Formation. Angesichts dessen und der personellen Notlage kann man zufrieden sein mit dem Spielverlauf, auch wenn man sich mit dem Endergebnis mehr hätte belohnen müssen. Doch gerade Melanie Meyer und Katharina Rode haben gezeigt, dass sie eine echte Verstärkung für die Mannschaft sind. Vielen Dank auch noch mal an Katja Spormann, die sich in der zweiten Halbzeit als zusätzliche Auswechselspielerin zur Verfügung gestellt hat."



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